Finanzierungen von vier Wintersportarten werden gekürzt – Sponsoren springen ein

Die österreichische Bundesregierung wird während des Zyklus 2018-22 24 Millionen Euros in den Wintersport investieren, im Vergleich zu 32 Millionen Euros für den Zeitraum 2014-18.

Bobsleigh, Eiskunstlauf und Rollstuhlcurling sind die drei Sportarten, die „von der Finanzierung abgekoppelt“ werden, so das Sportministerium. Einige der Sportler hatten im Februar in Pyeongchang eine Medaille verpasst, wurden bislang aber weiterhin wegen ihres „bedeutenden und beständigen Welterfolgs“ gefördert. „Wir verstehen die enorme Bedeutung unserer Entscheidungen“, so ein namentlich nicht genannter Vertreter des Ministeriums. „Wir werden eng mit den Betroffenen zusammenarbeiten, um sie bei ihrem Übergang zu unterstützen.“

Nachdem die Athleten in Pyeongchang drei Medaillen gewonnen haben – darunter ein zweites Mal in Folge Gold – ging es seitdem um die Aufstockung der Mittel. Auch beim Curling gibt es eine Steigerung, obwohl in Südkorea keiner der Teilnehmer Medaillen gewann. Das Team gewann in Pyeongchang einen Rekord von fünf Medaillen, was dem Ziel der Politiker und Verbände entspricht.

Zusammenarbeit mit Sponsoren notwendig

„Wir werden in den nächsten Wochen an einem Plan arbeiten“, so das Ministerium. „Ich weiß nicht genau, wie das jetzt aussehen wird.“ Stefan Laing, Leiter der Langläufer sagte: „Wir sind sehr enttäuscht von dieser Entscheidung und werden uns darauf konzentrieren, unsere Athleten, Mitarbeiter und ihre Familien zu unterstützen, bevor wir unsere nächsten Schritte zur Unterstützung unseres Weltklasse-Programms und zur Entwicklung eines individuellen Plans besprechen”. Eine der Möglichkeiten wird derzeit aktiv diskutiert: Das Sponsoring durch Casinos.

Sieben Monate nach den Olympischen Winterspielen wurden die Finanzen nach dem Vorwurf von Mobbing, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung im Sport gekürzt. Die Weltjugend-Goldmedaillengewinner wurden vom nationalen Dachverband des Sports abgezogen, sammelten aber 30.000 Euros durch Crowdfunding, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Bei den Olympischen Winterspielen belegten sie den achten Platz.

Die Übergangsfinanzierung ermöglicht es dem Damen-Bob und dem Herren-Vierer, an den Weltmeisterschaften der nächsten Saison in Whistler, Kanada, teilzunehmen. Der Dachverband des Sports hofft, dass damit die Athleten ihr Potenzial demonstrieren und die Finanzierung rechtfertigen können.

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